Rechtzeitig kastrieren!


„Die Risiken von Prostatavergrößerung bzw. Prostatakrebs und der Entstehung von Gebärmutterentzündung, Eierstockszysten, Myomen und Milchdrüsentumoren, Tumoren am Anus sowie Brüchen (Hernien) des Beckenbodens können sehr deutlich reduziert werden, wenn man rechtzeitig eine Kastration durchführt.“

Die Kastration ist eine Operation, bei der die Hoden der männlichen bzw. die Eierstöcke der weiblichen Tiere entfernt werden. Damit wird der Geschlechtstrieb und die Periode unterbunden.

Nach einer Voruntersuchung, bei der festgestellt wird, ob die Tiere gesund sind, kann ein Termin für eine Kastration oder Ovariektomie vereinbart werden. Vor der Narkose sollten sie Ihre Katze und Ihren Hund zur Sicherheit 16 Stunden nüchtern halten, Wasser darf Ihr Tier trinken, soviel es will. Kaninchen und Meerschweinchen kommen ungefastet zur OP.

Die Operation findet unter Allgemeinnarkose statt und unter sterilen Operationsbedingungen nach unseren bekannt vorbildlichen Qualitätskriterien. Für alle Narkosen verwenden wir Isofluran-Inhalationsnarkosen incl.  Monitoring.


Für die Ovariektomie (also die Operation beim weiblichen Tier) verbinden wir die hohe Sicherheit des abdominalen Zugangs mit moderner mikrochirurgischer Nahttechnik: Die Schmerzen nach dem Eingriff sind minimal, es gibt keine sichtbaren Nähte, damit auch nichts, was Ihr Tier wegknabbern kann und: später keine Narben. Trotzdem bleibt dem Chirurg eine optimale Sicht auf das OP - Gebiet erhalten. Mit unserem Bikinischnitt kann sich Ihr Tier im Sommer auch am Strand sehen lassen! Besonders wichtig ist eine mikrochirurgische Nahttechnik bei Kaninchen und Meerschweinchen: diese Tiere knabbern grundsätzlich an Fadenenden und können sich dadurch lebensgefährlich verletzen. Besonders hier gilt: keine sichtbare Naht: nichts, was Ihr Tier wegknabbern kann. In den allermeisten Fällen ist das Aufsetzen eines Halskragens bzw. das Verbinden der OP-Stelle nicht notwendig!


Nahtzustand unmittelbar nach der OP.
bereits nach  2 1/2 Monaten ist nahezu nichts mehr zu erkennen.



In aller Regel können Sie Ihr Tier im Verlauf des gleichen Tages wieder wohlgelaunt, schmerzfrei und wach nach Hause holen.
Unsere OP´s verlaufen steril, deshalb brauchen unsere Patienten nach dem Eingriff keine Antibiotika. 

Und: unsere Patienten sind ausgeschlafen und brauchen nicht von Ihnen zuhause betreut zu werden. Diese Arbeit übernehmen meine Helferinnen!

Wie die folgenden Stunden verlaufen, besprechen wir dann mit Ihnen und bitten Sie, das Tier am ersten (Hund) oder zweiten (Katze) Tag nach der OP noch einmal zur Kontrolle vorzustellen. Die Erholung erfolgt in der Regel ohne Probleme.

Gute Qualität braucht ihre Zeit: Deshalb bekommen Sie bei uns einen fixen Termin für die OP.


Diese Praxis setzt sich besonders für die Kastration der weiblichen Kaninchen und Meerschweinchen ein: bei diesen Tierarten kommt es besonders häufig zu extremen Dauerrolligkeiten mit  z.T. extremen Gefährdungslagen (Hormonale Störungen, Fellverlust, Verhaltensstörungen bis zur Aggressivität, erhöhte Blutungsneigung, Sturzblutungen aus der Gebärmutter, massiven, teilweise lebensgefährlichen Eierstockszysten). Es ist eigentlich nicht einzusehen, warum gerade bei diesen Tierarten von der Operation wegen angeblich erhöhter OP-Risiken abgesehen wird: Kaninchen und Meerschweinchen fallen in der Statistik in meiner Praxis in punkto Narkoserisiken überhaupt nicht negativ auf, die Narkosen verlaufen unauffällig wie bei Hund und Katze auch. Unsere Narkoserezepte sind speziell auf diese Tierarten abgestimmt, sodaß wir alles in allem die Operation mit der gleichen Sicherheit wie bei Hund und Katze auch anbieten können.

Der beste Zeitpunkt für die Operation ist ein Alter vor Erreichen der Geschlechtsreife. Für Weibchen gibt es keinen Grund, erst eine Hitzeperiode oder gar eine Geburt
durchzumachen.

 

Katzen werden zwischen 3 und 6 Monaten geschlechtsreif, Hunde zwischen 5 und 7 Monaten, Kaninchen vor dem 4. Monat und Meerschweinchen vor dem 2. Monat.


Die Vorteile der Kastration im jugendlichen Alter:

Ihre Fragen:

Wird sich die Persönlichkeit meines Tieres verändern?

Das Sinken des Hormonspiegels nach der Kastration wirkt beruhigend auf aggressives Verhalten und Nervosität. Weibliche Tiere verhalten sich so, wie zu Zeiten zwischen ihrer Hitze bzw. Scheinschwangerschaft. Bei Tieren, die vor der Pubertät operiert werden (also bevor der Hormonspiegel ansteigt) ändert sich das Verhalten überhaupt nicht.

 
Wird mein Tier fett und faul werden?

Vernünftige Ernährung und regelmäßige Bewegung haben einen weit größeren Einfluß auf das Körpergewicht und auch auf die Gesundheit, als die Kastration.

Unkastrierte Tiere sind später aber deutlich weniger verspielt und zeigen mehr Aggressivität ihren Artgenossen gegenüber.

 

Wird mein Tier klein und unterentwickelt sein?

Hormone spielen eine zu vernachlässigende Rolle beim Knochenwachstum. Ihr Einfluß auf den Knochenbau liegt bei unter 2 %!
Der dicke Katerkopf übrigens ist ausschließlich genetisch veranlagt, wird also vererbt. Die Kastration hat auf die Entwicklung des Kopfes keinen Einfluß.