Der Impfstoff gegen Borreliose beim Hund - Kleintierpraxis am Westring: Service PLUS für Katzen

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Der Impfstoff gegen Borreliose beim Hund

Tierkrankheiten
 

Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird. Betroffen sind nicht nur Hunde, sondern auch Menschen und andere Säugetiere, Katzen sind jedoch kaum betroffen. Für den Hund - jedoch nicht für den Menschen - gibt es  einen Impfstoff gegen die Borreliose. (Der "Zecken"impfstoff  für den Menschen schützt vor der FSME)

Die Zecken:

 
 

Die Zecken gelten als Überträger der Borreliose (und einiger anderer Blutkrankheiten). Der Impfstoff schützt aber keineswegs gegen den Zeckenbefall. Umgekehrt ist aber ein wirksamer Zeckenschutz gleichzeitig auch ein recht guter Schutz gegen die Borreliose, denn: keine Zecken, keine Borreliose.
Inzwischen kann davon ausgegangen werden, daß die für die Übertragung verantwortlichen Zecken flächendeckend in ganz Deutschland verbreitet sind. Das in vielen Publikationen genannte Süd-Nord-Gefälle ist (möglicherweise aufgrund der veränderten Klimabedingungen) nicht mehr zu beobachten.

Wirksamen Zeckenschutz für Ihren Hund gibt es durch Präparate, die auf die Haut aufgetragen werden. Das bekannteste ist sicher Frontline, das eine inzwischen nur noch mässige
Zecken- (und Floh-)wirkung hat. Unser neues Zeckenmittel Vectra 3D hat aber eine noch längere Wirkung gegen die Zecken. Sogenannte Zeckenhalsbänder geben hingegen keinen sicheren Schutz, es sei denn, sie sind sehr hoch dosiert. Diese Bänder sind jedoch nicht ohne Rezept im Handel erhältlich.
Das relativ bekannte Mittel Ex-Spot, ein sicherer Totschläger für Zecken, erscheint uns wegen seiner relativ heftigen Giftigkeit v.a. bei Katzen als nicht unbedenklich genug. Deshalb bekommen Sie das Präparat bei uns nicht.

Die Borrelien:

 
 

Borrelien sind sog. Spirochaeten, bewegliche Blutparasiten:

 
 

Sie werden durch Zecken beim Blutsaugen übertragen. Je länger die Zecken am Tier saugen, desto höher ist das Risiko der Übertragung. Besonders hoch ist das Risiko, wenn die Zecken beim Saugen abgetötet werden. Deshalb ist vom Abtöten der Zecken mit Nagellack, Öl oder UHU abzuraten. Besser ist das Herausdrehen der Zecken mit einer Zeckenzange (gibt's bei uns).
Eine Hautrötung nach dem Zeckenbiß ist das erste Anzeichen für eine Borrelieninfektion. Leider aber nur beim Mensch. Beim Hund können Sie sich auf dieses Zeichen leider nicht verlassen.
Mit einiger Verspätung treten dann weitere Symptome hinzu:

  •    Fieber

  •    Lahmheit

  •    Gelenksschwellungen

  •    Apathie

  •    Nervenschädigungen


Treten diese Symptome auf, dann ist Ihr Tier schon manifest erkrankt. Die Diagnose ist anhand von Blutuntersuchungen möglich. Ein 15 - min. Schnelltest steht in der Praxis für die Sofortdiagnose bereit. Eine Behandlung der Borreliose ist ebenfalls möglich. Dazu werden, z.T. über längere Zeiträume verschiedene Penicilline eingesetzt. Trotzdem gilt die Borreliose als schwer diagnostizierbar und therapierbar.

Die Impfung:  

 
 

zu empfehlen ist der Impfschutz für alle Hunde, die sich viel im Freien aufhalten, oder bei denen sich erfahrungsgemäß häufig Zecken aufhalten. Der beste Zeitpunkt für die Impfung ist die kalte Jahreszeit, also die zeckenfreie Zeit. Die meisten Zecken sind im Frühjahr und im Herbst zu erwarten. Impffähig sind Hunde ab der 12. Lebenswoche. Katzen können nicht geimpft werden. Wie bei jedem neuen Impfstoff wird im Internet heftig diskutiert. Der Impfstoff  hat sich in unserer Praxis gut bewährt, ist sicher, und vor allem sehr gut verträglich.
In der jährlichen Kombinationsimpfung ("8-fach- Impfung") ist der Impfschutz gegen die Borreliose nicht enthalten.

 
 
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