Krankheiten im Herbst - Kleintierpraxis am Westring: Service PLUS für Katzen

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Krankheiten im Herbst

Tierkrankheiten

Wenn die Tage immer heißer werden, die Blätter der Büsche und Bäume langsam einen gelben Schimmer bekommen, dann bereitet sich die Natur auf den letzten Großangriff des Sommers vor: Die Entwicklung der Insekten ist nämlich temperaturabhängig und verläuft bei heißen Tagestemperaturen und milden Nächten besonders rasant. Das ist die Zeit, in der ohne Mückenkerzen keine Grillparties denkbar sind, und in der es neben den Hunderten bunter Falter im Sommerflieder auch eine Reihe echter Plagegeister gibt. Einige davon möchte ich Ihnen jetzt vorstellen:

Herbstgrasmilbe (Trombikulose)
Nur die Larven der Herbstgrasmilben sind Parasit bei Mensch und Tier. Die orangefarbenen Larven heften sich an die Haut und verursachen trockene Krüstchen und einen erheblichen Juckreiz. Lieblingsplätze sind:

  •        Zwischenzehenhaut

  •        Ellbogenbeuge

  •        Achsel

  •        Ohrfalte

  •        Ohrrand

  •        Lidrand

  •        Schultergegend

  •        Anus

  •        am Bauch in Zitzennähe.


Oft ballen sich die Larven zusammen und erscheinen wie in dieser Abbildung als orangefarbene Häufchen. Dieses Krankheitsbild nennt man dann die Trombikulose.  

 

Die Behandlung gestaltet sich recht mühsam, weil eine ganze Reihe äußerlich anwendbarer Insektenmittel, wie z.B. Sprays oder Halsbänder nahezu wirkungslos gegen diese Milbenlarven sind. Häufig bleibt nichts anderes übrig, als quasi die Milbenlarven "einzeln" mit entsprechenden Präparaten einzucremen und damit abzutöten. Neuerdings gibt es jedoch beim Hund die Möglichkeit, mit Frontline-Spray eine einigermaßen gute Wirksamkeit gegen die Plagegeister zu erzielen. Die Wirkung hält bis zu vier Wochen an. Auch bei den Katzen verschwinden zumindest die "Hörnchen" neben den Ohren, wenn sie mit Frontline Spot On-Tropfen behandelt werden. Dies ist zumindest eine Alternative bei der sonst recht unbefriedigenden Behandlung. Bei starkem Befall ist manchmal zusätzlich eine juckreizstillende Behandlung angezeigt. Sie sehen: alles nicht so einfach; am besten, Sie lassen sich von mir beraten. Was übrigbleibt, ist allenfalls die Gewissheit, dass der Befall im Spätherbst von alleine wieder verschwindet.  

Wespen und Bienen
Besonders junge Katzen sind - vermutlich aus Unerfahrenheit - eifrige Wespenjäger und handeln sich dabei schmerzhaft geschwollene Pfoten ein. Die Schwellungen werden durch Kühlung oder je nach Schmerzhaftigkeit auch durch Medikamente behandelt. Bienenstachel werden entfernt. Hunde schnappen schon mal nach den goldgestreiften Brummern. Hier entsteht dann eine Schwellung im Kehlbereich, die das Luftholen behindern kann. Da muss
der Tierarzt ran - und zwar schnell.  

Flöhe und Zecken
Die warmen Tage im Spätsommer beschleunigen die Entwicklung dieser Plagegeister erheblich. Tiere, die bisher noch nicht befallen sind, kriegen ihr Floh- oder Zeckenproblem
eben jetzt! Wer um diese Zeit einen Igel zu Gesicht bekommt, weiß erst, wieviele Parasiten auf ein einzelnes Tier passen. Lassen Sie sich ausführlich in der Praxis über Vorbeugemöglichkeiten beraten.

Mücken  
Kaninchenhalter aufgepasst: Stech
mücken übertragen Myxomatose! Die einzige Schutzmaßnahme besteht in der vorbeugenden Schutzimpfung. Wenn Ihr Kaninchen in diesem Jahr noch nicht geimpft ist, holen Sie dies bitte jetzt noch nach.

Ein weiteres Problem im Sommer: Hitzschlag!
Kaninchen sind Höhlenbewohner. Ihre Wärmeregulierung kennt weder nennenswertes Schwitzen noch Hecheln: Die Tiere verkriechen sich in ihrer natürlichen Lebensumgebung einfach unter die Erde. Das klappt als Käfigtier natürlich überhaupt nicht. Fazit: wird es unter dem Dach oder im Hof, auf der Wiese oder im Kaninchenstall warm, dann erwärmt sich das Kaninchen wie ein wechselwarmes Krokodil gleich mit. Wird es zu heiß, dann droht ein Hitzschlag.
Vermeiden Sie also auf jeden Fall direkte Sonneneinstrahlung im Kaninchenkäfig und achten Sie auf die Temperaturen: ab 29 °C wird es auch im Schatten gefährlich!
Vorbeuge: bieten Sie Kühlung in Form von Kühlakkus, kalten Getränken ect. an. Befeuchten Sie das Fell der Tiere regelmässig mit kaltem Wasser. Ein Sonnenschirm hilft kaum, Eiswürfelberge dagegen schon: Holen Sie sich einen Beutel Eiswürfel von der Tankstelleund machen Sie aus Ihren Kaninchen Pinguine.

Die Frühsymptome sind eher unspezifisch für einen heißen Sommer: Die Tiere kauern, bewegen sich schwerfällig, oft auch torkelig. Schließlich folgt der Kreislaufkollaps: Die Kaninchen können nicht mehr stehen, kippen um. Hier hilft nur noch schnelle Aktion: Tiere mit kalten Tüchern einschlagen und ab zum Tierarzt.

 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü