OP - Kleintierpraxis am Westring: Service PLUS für Katzen

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Tierärzten ist es nicht erlaubt, an öffentlicher Stelle, so auch hier, spezielle Behandlungsverfahren oder Operationsmethoden darzustellen: sie sollen nicht den Eindruck gewinnen, wir wären etwas Besonderes oder könnten etwas besser, als Andere.

In meiner Praxis geschieht nichts im geheimen Kämmerchen: Wenn es Sie interessiert, dann können Sie einen Blick durch das Fenster im OP-Raum werfen und die Operationen verfolgen. Oder (nach Voranmeldung) auch bei einer Operation zugegen sein. Operationen finden im eigens abgeteilten Raum statt, weil es dann mit der Hygiene einfacher ist. Weiter unten auf dieser Seite erfahren Sie mehr über die OP-Hygiene in dieser Praxis.

Narkose

Auf den Bildchen dieser Seite sehen Sie die orangerote Matte. Hierbei handelt es sich um ein Vakuumkissen, schön warm zum Draufliegen, den Körperkonturen gut angepasst und für uns die wichtigste Maßnahme zum Fixieren: Der narkotisierte Körper läuft zwar nicht weg, aber unsere Patienten sind oft so leicht, dass sie allein schon durch die Manipulationen bei der Operation "umkippen" könnten. Außerdem müssen die Füßchen für die Infusionen gestreckt gelagert werden. Kurz und gut: Unsere Patienten werden auch in Narkose fixiert. Außerdem tragen unsere Patienten bei allen Narkosen einen sogenannten Tubus: den "Anschluss" für die Beatmungsanlage.

In der Tiermedizin gibt es eine Reihe verschiedener Narkosearten, je nach Dauer und Intensität des Eingriffes. Beispielsweise wird bei einer kurzen diagnostischen Maßnahme wie einer Knochenmarkspunktion nicht die gleiche Narkose eingesetzt wie für eine mehrstündige Operation. Je länger die Narkosedauer ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihr Tier an ein Narkosegerät angeschlossen wird: Die Narkosedauer und -tiefe werden dadurch besser steuerbar. Narkoseanlagen bieten auch ein großes Plus an Sicherheit, weil die Atmung kontrolliert werden kann. Sollte es also während der Narkose zu Unregelmäßigkeiten bei der Atmung kommen, so kann die Narkoseanlage den Atemrhythmus "übernehmen" und dadurch sicherstellen, dass der Körper jederzeit genügend Sauerstoff bekommt. Dies ist der Grund, warum auch Patienten, die nur kurz schlafen müssen, bei uns den "Schlauch in den Hals" bekommen.

Narkoseanlagen in der Tiermedizin sind hochspezialisierte Maschinen: unsere kleinsten Patienten sind knapp 40 gr. schwer (also Mäuschen oder Vögel) mit einem Atemvolumen von wenigen Millilitern (also Tausendstel von einem Liter), die Größten wiegen über 60 kg und "ziehen sich" rund 900 Liter Atemgas pro Minute durch die Lungen. Ebenso unterschiedlich sind die Druckverhältnisse in den verschieden großen Lungen. Kommt hinzu, dass noch nicht einmal die Funktionsweise der Lungen gleich ist: Vögel haben einen völlig anderen Lungenaufbau als Säugetiere. Lassen Sie sich gerne bei einem Besuch in unserer Praxis einmal die unterschiedlichen Atemmasken und Inhalationstuben für Groß und Klein zeigen!

Das kennen Sie aus dem Fernsehen: Wenn operiert wird, dann piepst es von irgendwoher aus dem Off. Diese Geräusche stammen von den Monitoren. Während der Narkose können eine Vielzahl von Parametern gemessen und überwacht werden. Neben der Atmung (s.o.) überwachen wir bei unseren Operationen die Herztätigkeit mit einem Herzmonitor, der uns ein laufendes EKG abbildet. Das EKG zeigt neben dem Herztakt auch die Funktionsweise des Herzens sowie den Einfluss der Narkosemittel auf den Herzmuskel an. Selbst kleinste Herzrythmusstörungen können im EKG erkannt werden. Außerdem hilft das EKG bei der Entscheidung, ob eine Herzveränderung gegebenenfalls therapeutisch korrigiert werden muss.
Integriert im Monitor ist ein Pulsoximeter, der den Sauerstoffgehalt im Blut messen kann. Und zwar laufend und ohne dass Blut abgenommen wird! Außerdem zeigt das Gerät die Pulsfrequenz an. In meiner Praxis dient ein Zungenclip als Sensor und bietet so eine zweite Kontrolle über Kreislauf und Atmung. Weiterhin misst der Narkosemonitor die Körpertemperatur, die Atemfrequenz, den Blutdruck und die Pulsfrequenz in der Narkose. In der Aufwachbox benutze ich ein zweites Pulsoximeter.

Hier sei einmal der Hinweis erlaubt: Instumentelles Monitoring ist nicht selbstverständlich und schon gar nicht gesetzliche Vorschrift. Narkosen sind immer und jederzeit auch ohne Monitoring statthaft und werden vielerorts auch so durchgeführt, denn: Monitoring kostet Geld. Die Geräte und ihr Gebrauch sind nicht zum Nulltarif zu bekommen. Was damit gesagt sein soll: Ich kann unmöglich herausragende Qualität bieten und zu den billigsten Anbietern gehören. Meine Unternehmensphilosophie baut auf maximale Sicherheit und das Beste für Ihr Tier.

Stichwort Hygiene
Ich operiere nach den Grundsätzen der modernen Chirurgie: Sterilität der Operationsflächen und des beteiligten OP-Personals sind selbstverständlich. Das bedeutet aber beispielsweise auch, dass Ihr Tier an der Operationsfläche großflächig rasiert wird, denn ohne Rasur ist keine hygienische OP möglich. Bitte bekommen Sie deshalb beim Abholen keinen Schreck – das  Haarkleid wächst ja wieder nach! Bei der Operation trage ich sterile Einmalhandschuhe, einen Mund- und Kopfschutz und decke die OP-Flächen mit einem sterilen, transparenten Tuch ab. Außerdem nutze ich transparente Kunststofffolien, weil man den Patienten darunter besser beobachten kann. Diese Folien werden in meiner Praxis selbst produziert und sterilisiert. Die OP-Beleuchtung erzeugt ein natürliches, helles Licht, das die Farbgebung der Gewebe nicht verändert.

Verbrauchsmaterialien im Behandlungs- und OP-Bereich sind steril verpackte Einmalartikel. Alle anderen Geräte, vom OP-Besteck über Bohrmaschinen bis hin zur Endoskopieausstattung werden nach jedem Gebrauch gereinigt, einzeln verpackt und sterilisiert. Für die Sterilisation stehen ein programmgesteuerter Autoklav, ein Flüssigkeit- sowie ein Gassterilisator zur Verfügung. So können auch thermosensible Materialien, wie Kunststoffe oder Gummi, oder komplexere Maschinen wie eine Bohrmaschine komplett sterilisiert werden.

 
 
 
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