Wie alt werden Hunde? - Kleintierpraxis am Westring: Service PLUS für Katzen

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Wie alt werden Hunde?

Tierkrankheiten


Im Volksmund entspricht ein Hundejahr sieben Menschenjahren. Dies ist eine grobe Vereinfachung, aber leicht zu merken. Ein Hund wird jedoch viel schneller erwachsen, als der Mensch, mit zwei Jahren schon zählt er zu den Erwachsenen. Ab diesem Zeitpunkt zählt ein Hundejahr wie vier Menschenjahre.

Mit zehn Jahren schließlich kommt der Hund so langsam, aber sicher ins Rentenalter. Danach ist eine eindeutige Zuordnung nicht mehr möglich, denn wie bei uns auch gibt es bei unseren Hunden junggebliebene Senioren.

Außerdem spielt die Genetik eine Rolle: kleine Rassen werden erheblich älter, als große. Nur etwa 13% der Riesenrassen, wie zB. Bernhardiner oder Irish Wolfshound werden 10 Jahre oder älter. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt hier bei nur 6,5 Jahren. Die zweite Lebenshälfte beginnt folglich bei sehr großen Rassen ab dem 5. - 7. Lebensjahr, bei mittleren und kleinen Rassen ab dem 8. Lebensjahr. Der älteste Hund der Welt war ein Australian Blue Heeler und wurde 29 Jahre alt.

 
 

Hundejahre

3 Monate
6 Monate
1 Jahr
2 Jahre
3 Jahre
4 Jahre
5 Jahre
6 Jahre
7 Jahre
8 Jahre
9 Jahre
10 Jahre
11 Jahre
12 Jahre
13 Jahre
14 Jahre
15 Jahre

Menschenjahre

3 Jahre
10 Jahre
15 Jahre
24 Jahre
28 Jahre
32 Jahre
36 Jahre
40 Jahre
44 Jahre
48 Jahre
52 Jahre
56 Jahre
60-62 Jahre
63-66 Jahre
67-72 Jahre
73-80 Jahre
80-90 Jahre

 

Altern ist aber auch ein individueller Prozeß: Einige Hunde kommen uns so vor, als würden sie nie älter werden. Sie sind so fit und knackig, wie sie immer gewesen sind. Andere scheinen vorzeitig zu altern, bekommen die ersten grauen Haare um die Nase herum und trotten viel früher vor sich hin, als wir das eigentlich erwartet hätten.
Zeichen des Älterwerdens:

  •    die ersten Grauen

  •    dünneres Haarkleid, weniger seidiges Fell, Hautfalten, Hautpigmentierung

  •    Krallen nutzen sich weniger ab, müssen geschnitten werden, verdicktes Ballenhorn

  •    Veränderungen der Körperform

  •    Weniger Muskelmasse

  •    Seh- oder Hörschwäche

  •    Schwierigkeiten beim Aufstehen, steifer Gang

  •    schneller ermüdbar, kurzatmig nach Belastung

  •    tagsüber mal ein Nickerchen, nachts ruhelos

  •    Verringerte Immunabwehr, Krankheitsanfälligkeit häuft sich

  •    Zahnbeläge, Zahnstein, Zahnfleischerkrankungen nehmen zu.


Erkrankungen, die im Alter gehäuft auftreten:

Chronische Nierenerkrankungen:
sind die häufigsten Erkrankungen älterer Hunde. Rund siebzig Prozent der Hunde im "Rentenalter" zeigen diese Veränderungen - für den Besitzer häufig unbemerkt. Eine Früherkennung und eine konsequente Futterumstellung sind hier die beste Gewähr für einen unbeschwerten Lebensabend. Hier kommt dem tierärztlichen Checkup
die bedeutendste Rolle zu.

Übergewicht:
begünstigt verschiedene andere Erkrankungen wie Gelenk- und Gehbeschwerden, beeinträchtigt das Luftholen und die Herzfunktion. Übergewicht verkürzt die Lebensdauer und vermindert die Immunabwehr. Mit zunehmendem Alter nimmt die Aktivität und Bewegungslust des Hundes langsam ab. Gleichzeitig verändert sich die Fähigkeit, die Nährstoffe in der Nahrung zu verdauen. Der Hund im mittleren Alter, so zwischen fünf und sieben, ißt deshalb häufig mehr, als er wirklich braucht. Mit anderen Worten, die Basis für Übergewicht wird in den mittleren Jahren "angefuttert". Achten Sie also bitte schon frühzeitig auf das Gewicht und den Bauchumfang Ihres Hundes.
Die sogenannten "Seniorfutter" nehmen vor allem auf die im Alter verminderte Verdauungsfähigkeit des Hundes Rücksicht und bieten leichter verdauliche Nahrungskomponenten und höhere Eiweißqualität. Außerdem sind vor allem Vitamine der B-Reihe und einige Spurenelemente höher dosiert. Oft sogar ist eine Extraportion Fett enthalten. "Abnehmfutter" sind sie allesamt nicht! Wenn Sie zuhause einen Couch-Potato haben, dann sollten Sie vorsichtshalber mit mir
über die richtige Ernährung sprechen.
Noch eine Bemerkung: Die Ernährung mit Fleisch und Flocken ist für einen Hundesenior denkbar ungeeignet.

Chronische Herzerkrankungen:
Etwa ein Viertel der Hunde ab dem 9. Lebensjahr leidet an einer Herzerkrankung. Bitte denken Sie daran, daß mangelnde Leistungsbereitschaft Ihres Hundes ein Zeichen für eine Herzkrankheit sein kann - und nicht einfach nur deshalb auftritt, weil Ihr Hund älter wird. Erste Anzeichen sind Kurzatmigkeit, v. a. auch bei Hitze, und Husten, z.B. wenn der Hund schläft, oder auch wenn er
sich freut und an Ihnen hochspringt. Bitte denken Sie daran: rund 70% der Hunde hohen Alters haben ein gesundes Herz! Eine Herzerkrankung ist kein normaler Altersvorgang! Früherkennung und zielgerechte Behandlung können Ihrem Hund eine normale Lebenszeit bescheren, auch wenn er herzkrank ist.

Weitere "Alterserkrankungen"

  • Hormonstörungen, wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen, Störungen der Sexualhormonfunktion

  • Gebärmutterentzündung

  • Prostataerkrankung

  • Gelenks- und Muskeldegeneration

  • Arthritis

  • Wirbelsäulen- und Bandscheibenerkrankungen

  • Zahn-und Mundhöhlenerkrankungen

  • chron. Ohrerkrankungen und Hörschwäche

  • Trübung der Augen und Sehschwäche

  • Leber- und Bauchspeicheldrüsenerkrankungen

  • Nervendegeneration

  • Inkontinenz


Was kann man tun?

  • Kontrollieren Sie regelmäßig das Gewicht und den Bauchumfang Ihres Hundes.

  • Senioren sollten regelmäßig einem Checkup unterzogen werden.

  • Senioren brauchen liebevolle Zuwendung, Verständnis und regelmäßiges körperliches Training, besonders auch, wenn sie Anzeichen von Gelenks- oder Knochenerkrankungen zeigen. Lassen Sie sich von mir erklären, welche Übungen für Ihren Hund wichtig sind - und welche Sie am besten unterlassen.
  • Kontrollieren Sie die Menge an Futter und an Wasser, die Ihr Hund täglich aufnimmt. Veränderungen teilen Sie mir bitte mit.


Lebenserwartung unserer Haustiere:

 
 

Tierart  

Kaninchen  
Meerschwein  
Hamster  
Chinchilla  
Wellensittich  
Nymph
ensittich  
Papagei  


Lebenserwartung

10 Jahre
10 Jahre
2-3 Jahre
8-10 Jahre
10-13 Jahre
16-18 Jahre
50-80 Jahre

 
 
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