von Malte Kubinetz
Beim Menschen inzwischen eine ganz normale Angelegenheit, beim Haustier noch immer eher die Ausnahme: die regelmäßige Blutuntersuchung.
Eigentlich ist die Scheu vor dieser
Untersuchung kaum verständlich,
laufen doch die meisten Tests völlig ohne Beteiligung des
Patienten
ab: Moderne Labormaschinen liefern innerhalb kürzester Zeit eine
ganze
Handvoll von Werten aus ein paar Tropfen Blut
- in vielen Praxen sogar so schnell, daß man darauf warten kann.
Der eigentliche Sinn der Untersuchungen liegt in der Erkennung chronischer
Erkrankungen - möglichst schon im Anfangsstadium, bevor das
Tier selbst eine Einschränkung bemerkt. Dabei werden
Blutkörperchen
gezählt, Leber und Niere sowie Stoffwechsel untersucht. Versteckte
Diabetiker werden so z.B. ebenso entdeckt, wie Einschränkungen
der Nierenleistung.
Wenn Sie auch noch ein wenig Urin zum Termin mitbringen können,
geht
es sogar noch genauer.
Bevor Veränderungen eintreten. Bei Katzen und Hunden ab dem achten Lebensjahr. Die Wahrscheinlichkeit ist dabei recht hoch, daß alle Werte noch normal sind. Ihr Tierarzt hat somit für jeden Patienten individuelle Normalwerte und muß nicht anhand einer Tabelle entscheiden, ob Veränderungen auf eine Krankheit hinweisen. Außerdem lassen sich hierdurch auch kleinste Veränderungen wirklich individuell erkennen.
Bedenken Sie bitte, daß Ihr Hund oder Ihre Katze mit zehn Lebensjahren schon im Rentenalter angekommen ist. Da wollen wir vorher wissen, ob der Ruhestand auch ohne Probleme verlaufen wird!
Viele Alterserscheinungen bei den Haustieren sind durchaus kein Witz und können nur durch rechtzeitiges Erkennen wirksam bekämpft werden.
Wie erwarten heutzutage von unseren tierischen Lebensgefährten,
daß sie ein gesegnetes Lebensalter irgendwo jenseits von 15
Jahren
erreichen. Der Checkup alle 1 - 2 Jahre
ist
dabei das wichtigste Mittel zur Vorbeuge. Außerdem ist es ein
echt
beruhigendes Gefühl, wenn Sie von Ihrem Tierarzt bestätigt
bekommen,
daß Ihr Tier organisch voll drauf ist. Probieren Sie es aus!