Die Kleintierpraxis am Westring - Zeit für unsere Freunde 


 
 
 

Unser neues Impfprogramm:

Jahrelang haben wir Ihnen erzählt, daß Sie Ihr Tier jedes Jahr impfen lassen müssen, um einen kontinuierlichen Schutz zu gewährleisten, warum sagen wir Ihnen jetzt etwas anderes?
Ganz einfach: inzwischen wissen wir es besser: Es gibt neue, reinere Produkte mit längerem Schutz am Markt, die wir natürlich einsetzen, außerdem haben sich bei einigen der bis jetzt verwendeten Vakzinen Nebenwirkungen gezeigt, die nicht akzeptabel sind. Andere Impfungen sind inzwischen überflüssig geworden:



Die Zukunft hat bereits begonnen:

Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, daß einige Impfstoffe höhere (theoretische) Nebenwirkungsraten haben, als akzeptabel ist. Auch wenn diese Nebenwirkungen in den mehr als 15 Jahren des Bestehens der Kleintierpraxis am Westring in dieser Praxis noch nicht aufgetreten sind, raten wir zur Vorsicht. Die Impfstoffe mit der höchsten Gefahr von Impfnebenwirkungen sind: Tollwut und Leukose-Totimpfstoff, Microsporum canis, Leptospirose und Chlamydiose.

Außerdem sind höhere Nebenwirkungsraten von den sog. Kombiimpfungen zu erwarten.

Lesen Sie  nun, was wir dagegen unternehmen:

Unsere Impfempfehlungen erfüllen die Mindestanforderungen der Leitlinie der Stiko vet. 2009, gehen aber deutlich darüber hinaus, wo das für das Tier kein zusätzliches Risiko bedeutet.

Für Katzen empfehlen wir: die Impfung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen.
Durch den Einsatz von Einzelimpfstoffen können wir die Anzahl der Impfungen nochmals reduzieren.

Für Hunde empfehlen wir: die Impfung gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose sowie gegen Tollwut.
Unser neuer SHP - Impfstoff lässt ein längeres Impfintervall zu, muß also weniger häufig aufgefrischt werden.


    

Grundimmunisierung Katze 9. Woche Katzenschnupfen
13. Wo. Katzenschnupfen + Katzenseuche
17. Wo. Katzenschnupfen + Katzenseuche
Wdh. nach 12 Monaten, danach alle 2 Jahre im Wechsel
Grundimmunisierung Hund 9. Wo. SHP
13. Wo. SHP + Tollwut
17. Wo. SHP  + Tollwut
Wdh. nach 12 Monaten, danach alle 2 Jahre


Zusatzimpfungen:

Katze:

Katzen, die nach draußen gehen (und dort Kontakt mit anderen Tieren haben können), haben ein besonderes Infektionsrisiko. Wir empfehlen zusätzlich:

  1. Tollwutimpfung: Die Tollwutimpfung erfolgt gemäß den gesetzlichen Vorgaben alle 12 Monate. Für die Grundimmunisierung ist aber nur eine einzige Impfung nötig.
  2. Leukose: die in der Literatur beschriebenen Impfreaktionen beziehen sich ausschließlich auf sog. Totvakzinen. Unser neuer Impfstoff ist eine rekombinante Lebendvakzine und kommt ohne Beimischung der als gefährlich geltenden Adjuvantien aus. Die Impfung ist nur bei getesteten - also leukosefreien - Katzen zu empfehlen.
  3. FiP: die Impfung ist in ihrer Wirksamkeit beschränkt auf negativ getestete Tiere. Eine Impfung ohne Test ist deshalb grundsätzlich nicht zu empfehlen. Da das Infektionsrisiko in unserem Praxisgebiet jedoch außerordentlich hoch ist, empfehlen wir, jede Katze zu testen, die später nach draußen gehen soll. Im Test neg. Tiere werden geimpft. Die Impfung wird frühestens in der 16. Woche durchgeführt. Unter diesen Umständen hat sich der Impfstoff in unserer Praxis ausserordentlich gut bewährt. Die Impfung wird von uns ausdrücklich befürwortet.
Zusatzimpfung Freigängerkatzen
13. + 17. Woche: Tollwut
Nach Testung: Leukose und FiP
Auffrischung: jährlich, Tollwut 2 jährig

Impfungen gegen Chlamydiose sowie Microsporum canis führen wir nicht durch.

Hund:

in besonderen Fällen empfehlen wir zusätzlich:
 
  1. Leptospirose: der Impfstoff enthält nur 2 von einer Reihe krankmachender Serotypen. Die Impfwirkung ist kurz, der Schutz unvollständig, die Verträglichkeit des Impfstoffes ist nur mäßig. Wir empfehlen die Impfung trotzdem, weil es zur Zeit keinen besseren Impfstoff am Markt gibt. Der Unzulänglichkeit dieser Impfung sind wir uns voll bewußt. Jedoch ist die Leptospirose an der Erft und den Villeseen heimisch. Hier erkranken mehr Menschen, als Hunde: Menschen kann man nicht gegen Leptospirose impfen.

  2. Zwingerhusten: der Impfstoff enthält nur 1 der möglichen Infektionserreger. Eine Impfung ist  bei Tieren ratsam, die an Hundeshows oder -kursen teilnehmen sowie in Tierpensionen eingestellt werden müssen.

  3. Borreliose: die von Zecken übertragbare Krankheit kommt immer häufiger vor. Eine Routineimpfung ist deshalb zu empfehlen. Zusätzlich raten wir jedoch ausdrücklich zur Zeckenvorbeuge mit PracTic, unserem Floh- und Zecken Spot on oder Scalibor, dem Anti-Parasitenhalsband. Die Borrelioseimpfung ist sinnvoll für Tiere, die sich regelmäßig im Freien aufhalten. Sie wird von uns ausdrücklich befürwortet.


Zusammenfassung:

Wie Sie sehen, gibt es nicht das eine allgemeingültige Impfschema. Wir finden zusammen mit Ihnen das zu Ihrem Tier (und dessen Expositionsrisiko) passende Impfprogramm. in jedem Fall erhalten Sie bei uns:



Eine Umstellung auf das neue Impfprogramm ist jederzeit möglich, egal mit welchem Impfstoff Ihr Tier bis jetzt geimpft wurde.

Sollten Sie dennoch - aufgrund der guten Erfahrungen in der Vergangenheit - bei der guten alten Kombiimpfung bleiben wollen, dann ist dies selbstverständlich trotzdem möglich.